4.4 Das HumHub in den ersten Wochen

Digitale Lots*innen müssen keine IT-Expert*innen sein!

In der Anfangszeit ist es wichtig, dass sich die ersten Spaces kontinuierlich mit Mitgliedern füllen. Dazu musst du zunächst neue Mitglieder gewinnen und anwerben. Eine gute Möglichkeit hierzu ist es, das HumHub vor Ort vorzustellen, z.B. im Rahmen einer Informationsveranstaltung oder durch interne Workshops. Im Zuge einer Demonstration kann überlegt werden, ob zumindest eine der hauptamtlichen Personen vor Ort einen Space nutzen möchte. Ist das der Fall, kann eine Schulung angeboten werden, um die Nutzungsmöglichkeiten noch einmal intensiver aufzuzeigen.

Hat eine Einrichtung/ eine hauptamtliche Person sich dazu entschieden, auf dem HumHub aktiv zu sein, ist der nächste Schritt die Überlegung, wie Besucher*innen der Einrichtung auf die verschiedenen Spaces des HumHub aufmerksam werden. Hierbei kannst du unterschiedliche Strategien anwenden. Eine Möglichkeit sind beispielswiese Digitallots*innen, die Interessierten digitale Kompetenzen im Umgang mit dem HumHub im 1:1 oder 1:2 vermitteln können. Sie bilden eine Schnittstelle zwischen Hauptamt und Besucher*innen und ermöglichen einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Welt des HumHub.

Bereits bestehende Gruppen der einzelnen Zentren können davon überzeugt werden, sich über das HumHub zu organisieren und auszutauschen. Beim AWO Kreisverband Bielefeld e.V. gibt es ebenfalls solche Gruppen, z.B. das Fahrradprojekt „Sattelbar“ oder „Schwule Männer 50plus“. Die Gruppen sollten allerdings technisch begleitet werden. Du kannst sie in regelmäßigen Abständen fragen, ob sie zurechtkommen oder ob es evtl. Hürden gibt, bei denen sie sich Unterstützung wünschen würden. Sollte das der Fall sein, können die Gruppen sich an das Administrator*innenteam oder die Lots*innen wenden. Diese beiden Anlaufstellen bilden die Rahmenbedingungen für ein gutes Gelingen und eine direkte Unterstützung vor Ort.

Für uns war es zunächst schwierig, Lots*innen zu gewinnen. Erst der Hinweis, dass es sich hierbei nicht um IT-Expert*innen handeln muss, hat geholfen, Ehrenamtliche anzuwerben. Für fortgeschrittene Interessent*innen können die Lots*innen auch digitale (z.B. Video-Konferenzen) oder telefonische Unterstützung anbieten.

Eine weitere Möglichkeit ist es zudem, die Komm-Kits für Veranstaltungen oder Gruppentreffen einzusetzen. Eine Anleitung zur Nutzung kann ebenfalls durch die Administrator*innen vor Ort erfolgen.

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